SCHREIBEN. VERTIEFEN. WEITERENTWICKELN!

Entwickeln Sie Ihr Schreiben weiter – mit Fragen, Anmerkungen und Hinweisen von Absolventinnen und Absolventen des Schweizerischen Literaturinstituts. 

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Das Online-Literaturmentorat begleitet Sie ein halbes Jahr lang in der Arbeit an einem erzählenden, lyrischen oder dramatischen Text. In dieser Zeit erhalten Sie viermal ein schriftliches Feedback zu Ihrem Text, das Stärken und Potenzial des Projekts benennt, das Fragen und Hinweise zum Weiterarbeiten formuliert. Vertiefen Sie Ihre literarische Arbeit mit wertvollen Impulsen und produktiven Anregungen, die individuell auf Ihr Projekt eingehen! Die Bewerbung für das Online-Literaturmentorat ist ab jetzt für alle interessierten Schreibenden möglich. Wir freuen uns auf Ihre Texte!

  • Das Online-Literaturmentorat wird einmal pro Jahr ausgeschrieben.
  • Die MentorInnen sind AbsolventInnen des Schweizerischen Literaturinstituts.
  • Die Teilnahme kostet 600 Franken (bzw. 350 Franken ermässigt).
  • Die vier Feedbacktermine werden individuell festgelegt (Zeitraum: April bis Oktober).

Das Online-Literaturmentorat wird unterstützt von der Fondation Jan Michalski.


Nächster Bewerbungsschluss: 1. März 2017

INHALT

was ist überhaupt ein mentorat?

Ganz grundsätzlich ist ein Mentorat eine Eins-zu-eins-Lernsituation, in der die Lehrende den Lernenden kontinuierlich in seiner Arbeit betreut und ihm individuelle Feedbacks gibt. Es gibt das Mentorat in verschiedenen Kontexten, oft wird es auch "Mentoring" genannt. Gerade im Bereich der Literatur ist das Mentorat eine gängige Lernform - so haben sich in der Geschichte oft AutorInnen an erfahrenere KollegInnen gewendet, um von ihnen Rückmeldungen zu den eigenen Texten zu bekommen. Die Besonderheit am Online-Literaturmentorat ist, dass der Austausch auf elektronischem Weg stattfindet, ohne persönliche Treffen.

was ist das ziel des online-literaturmentorats?

Das Online-Literaturmentorat begleitet in Arbeit befindliche literarische Projekte. Die Teilnehmenden erhalten Anregungen zum Weiterarbeiten und zum Überarbeiten oder, sofern angemessen, auch grundlegende Fragen und Hinweise, die das Projekt aus der Perspektive der Mentorin, des Mentors voranbringen könnten. Das Ziel ist nicht, dass am Ende der Zusammenarbeit ein publikationsreifes Manuskript vorliegt. Es geht vielmehr darum, dem Schreibprozess neue Impulse zu geben und so den literarischen Ausdrucksrahmen zu erweitern. Die Verpflichtung, zu einem vereinbarten Termin Text abzugeben, hilft dabei, das Schreiben in den (Arbeits-)Alltag zu integrieren und eine eigene Schreibroutine zu etablieren.

an wen richtet sich das online-literaturmentorat?

Das Angebot richtet sich an Schreibende jeden Alters, die an grösseren literarischen Projekten arbeiten, denen aber der Austausch über ihre Arbeit fehlt. Es sind keine Veröffentlichungen erforderlich, um am Programm teilzunehmen. Mit dem Bewerbungsbogen müssen 3-5 Seiten aus dem Projekt, an dem während des Mentorats gearbeitet werden soll, eingeschickt werden. Anhand des eingeschickten Texts wird über die Zulassung zum Programm entschieden (mehr Informationen dazu unter Bewerbung).

eignet sich mein projekt für ein online-literaturmentorat?

Pro Feedbackrunde können maximal zehn Manuskriptseiten eingereicht werden (18'000 Zeichen inkl. Leerzeichen), es sind also eher kürzere Projekte geeignet: Kurzgeschichten, Romanfragmente, Auszüge aus dramatischen Texten, Lyrik, Experimente, Anfänge, Etüden. Projekte, die einen primär autobiografischen oder rein journalistischen Charakter haben, können in diesem Rahmen nicht begleitet werden. Es ist wichtig, dass die Autorin, der Autor offen auf die Anmerkungen der MentorIn reagieren kann und bereit ist, grössere Änderungen vorzunehmen. Das Projekt sollte also seine endgültige Form noch nicht gefunden haben. Das Online-Literaturmentorat ist kein Lektorat oder Korrektorat, das einem bereits bestehenden Manuskript den letzten Schliff gibt.

BEWERBUNG

wie sieht die bewerbung für das online-literaturmentorat aus?

Bis 15. Mai kann man sich für die Teilnahme am Online-Literaturmentorat 2017 schriftlich bewerben. Wird man ausgewählt, meldet sich Ende März die Mentorin, der Mentor per Mail, um vier Termine zu vereinbaren, an denen die Teilnehmerin, der Teilnehmer verbindlich die Texte einreicht. Diese Termine werden in der Mentoratsvereinbarung festgehalten (ein Beispiel, wie die Mentoratsvereinbarung aussehen könnte, finden Sie im Download-Kasten). Wenn Sie zugelassen werden, bedeutet dies, dass Sie die Teilnahmegebühr von 600 Franken (bzw. 350 Franken ermässigt) zahlen müssen. Sollten Sie nicht zugelassen werden, fallen selbstverständlich keine Kosten an.

woraus besteht die bewerbung?

Die Bewerbung für das Online-Literaturmentorat besteht aus dem vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen (siehe Downloads) und einer einer Textprobe (3-5 Seiten) aus dem literarischen Projekt, an dem während des Programms gearbeitet werden soll. Bitte achten Sie darauf, beide Dokumente als offene Textdateien (.doc oder .odt) zu senden und so zu benennen: NACHNAME_VORNAME-Bewerbungsbogen und NACHNAME_VORNAME-Textprobe Falls Sie studieren oder in Ausbildung sind und die Ermässigung der Teilnahmegebühr in Anspruch nehmen möchten, bitten wir Sie, den entsprechenden Nachweis als Scan mit den beiden Bewerbungsdokumenten mitzuschicken. Die Bewerbung ist ausschliesslich elektronisch möglich, senden Sie sie an: mail@remove-this.literaturmentorat.ch

gibt es besondere anforderungen an die textprobe?

Ausser der Längenvorgabe (minimal 3 Seiten, maximal 5 Seiten), sind Sie frei. Wenn Sie Prosa schreiben, sollte ein Seite nicht mehr als 1'800 Zeichen (inklusive Leerzeichen) haben. Wählen Sie einen aussagekräftigen Ausschnitt aus. Wenn Sie Ihn gelungen finden, können Sie dies im Bewerbungsbogen vermerken. Wenn Sie nicht zufrieden damit sind, können Sie das ebenfalls im Bewerbungsbogen formulieren. Es geht in der Textprobe nicht darum, dass der Text perfekt ist, sondern darum, dass deutlich wird, woran Sie arbeiten wollen.

Bewerbungsbogen.doc (197 K)
Mentoratsvereinbarung-Beispiel.pdf (148 K)

FEEDBACK

wovon geht das feedback aus?

Das Feedback bezieht sich immer auf den eingesendeten Text. Der Mentor, die Mentorin hat aber auch die Fragen im Kopf, die zu Beginn des Mentorats formuliert und in der Mentoratsvereinbarung festgehalten wurden. Der Mentor, die Mentorin gibt die Feedbacks vor dem Hintergrund der eigenen literarischen Erfahrung, die Rückmeldungen sind also immer subjektiv, werden aber nachvollziehbar am Text begründet. Es ist immer Aufgabe des Teilnehmers, der Teilnehmerin, zu entscheiden, in wie weit er/sie die Anregungen verfolgen möchte. Damit der Arbeitsprozess so reibungslos wie möglich ist, werden die TeilnehmerInnen gebeten, dem Mentor, der Mentorin eine kurze Rückmeldung zu jedem Feedback zu schreiben. In dieser Rückmeldung wird der Arbeitsprozess reflektiert und Fragen und Ziele für die nächste Arbeitsetappe formuliert. Diese dienen dem Mentor, der Mentorin als Leitlinien für das Feedback am Ende dieser nächsten Arbeitsetappe. Der Fragekatalog für diese stichwortartige Rückmeldung findet sich in der Mentoratsvereinbarung (siehe Downloads).

wie sieht das feedback aus?

Die schriftlichen Feedbacks sind maximal zwei A4 Seiten lang (also 3'600 Zeichen) und beinhalten im Wesentlichen folgende Punkte:

  • Allgemeine Leseeindrücke: Der Mentor, die Mentorin verschriftlicht in kurzer Form die Leseeindrücke - was ist das Thema des Textes, worum geht es, wie kann man den Ton/die Sprache beschreiben?
  • Stärken des Texts: Der Mentor, die Mentorin formuliert, was in seinen/ihren Augen im Text gelungen ist, welche Passagen, Motive o. ä. besonders überzeugen.
  • Fragen und Anmerkungen: Konkrete Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge, die exemplarisch im eingereichten Text selbst vermerkt werden. Das heisst, wenn sich ein bestimmtes Problem wiederholt, wird es an einigen ausgewählten Stellen gezeigt, mit dem Hinweis, dass der Rest des Textes im Hinblick auf dieses spezifische Problem durchgesehen werden muss.
  • Hinweise zum Weiterarbeiten: Generelle Fragen, Hinweise und Vorschläge für die Überarbeitung und Weiterarbeit, die auch so gestellt sein können, dass sie den Text in eine neue Richtung leiten könnten - die TeilnehmerInnen müssen selbst entscheiden, inwieweit sie diesen Anregungen folgen möchten.

Ein Beispiel von einem möglichen schriftlichen Feedback im Rahmen des Online-Literaturmentorats finden Sie hier, ebenfalls im Dokument ist der literarische Text, auf den sich das Feedback bezieht:

Feedback-Beispiel.pdf (136 K)

MENTORINNEN

kann ich meine(n) mentor(in) selbst wählen?

Ja! Auf dem Bewerbungsbogen geben Sie zwei MentorInnen an, mit denen Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Die Programmkoordination nimmt dann die Zuteilung unter Berücksichtigung der Wünsche vor. Unten finden Sie Portraits von allen MentorInnen, die momentan zur Verfügung stehen. Bei Ihrer Auswahl sollten Sie darauf achten, dass Ihr literarisches Projekt in das literarische Profil des Mentors, der Mentorin passt. Aus organisatorischen Gründen ist es nicht möglich, nach dem Beginn des Programms den Mentor, die Mentorin zu wechseln.

was erwartet mein mentor, meine mentorin von mir?

Damit das Online-Literaturmentorat produktiv ist, braucht es vor allem: Offenheit, Dialogfähigkeit, Verlässlichkeit. Damit ist insbesondere die Einhaltung der Termine gemeint. Wird zum vereinbarten Termin kein Text eingereicht, entfällt das Feedback ersatzlos. Weiterhin wichtig ist, dass Sie so gut wie möglich die Fragen formulieren, auf die Sie von Ihrem Mentor, Ihrer Mentorin eine Antwort haben möchten. Sie können bei jeder Textabgabe eine kurze Einleitung mitschicken, in der Sie beschreiben, woran Sie gearbeitet haben, was Ihnen gelungen ist, was weniger, worauf der Mentor, die Mentorin achten soll. Sehr erwünscht ist ausserdem, dass Sie nach jedem Feedback eine stichwortartige Rückmeldung für Ihren Mentor, Ihre Mentorin verfassen (unter Feedback beschrieben).

welche erfahrungen haben die mentorinnen?

Die MentorInnen, die im Online-Literaturmentorat arbeiten, sind Absolventinnen und Absolventen des Literaturinstituts, das heisst, sie haben den Bachelor in Literarischem Schreiben absolviert. Sie arbeiten alle als AutorInnen und haben literarische Texte publiziert, sind also mit professionellen Lektoratsprozessen vertraut. Ausserdem haben sie ihre Erfahrung im Kommentieren und Begleiten von literarischen Arbeiten in einem Auswahlverfahren unter Beweis gestellt.

Profile

Arthur Brügger

Mentorat francophone pour la prose, roman, récit, nouvelles, ou forme plus éclatées et fragmentaires

" Le mentorat permet, je pense, de remettre un texte dans son contexte, dans son mouvement, de cerner finalement l'impulsion qui y a mené. Le rôle du mentor est ainsi, en dialogue avec l'auteur, de comprendre finalement l'essentiel du projet littéraire, ce que peut-être l'auteur lui-même ne voit plus - il lui permet de prendre du recul, d'engager un retravail. Pour moi, il s'agit de livrer une impression de lecteur, de situer les forces et les faiblesses d'un texte, savoir lire entre les lignes et donner ainsi des pistes concrètes pour l'amener plus loin. J'ai la conviction qu'un texte, quel qu'il soit, loin d'être figée, est une matière malléable, dont la langue est toujours à réinventer. Ecrire, c'est avant tout savoir l'écouter. "

Publikationen
  • L'œil de l'espadon, roman, éd. Zoé, 2015
  • Sans titre, publié dans Le monde autour, leporello collectif créé par l'AJAR, imprimé au Cadratin (Vevey, 2013), réédité aux éd. Paulette (Lausanne, 2014)
  • A l'abri des bruits et des hommes, nouvelle publiée dans le recueil Au fil de l'Encre, éd. Encre fraîche, 2014
  • Trompe-l'oeil, nouvelle, dans Histoires en creux, recueil des textes lauréats du Prix du Jeune Ecrivain 2012, aux éditions Buchet/Chastel
  • Ciao Letizia, récit, éd. Encre fraîche, 2012
Auszeichnungen
  • Prix du Jeune Lecteur, dans le cadre du Prix du Jeune Ecrivain 2012 
  • Prix littéraire de la Ville de Meyrin, 2ème prix, prose, décembre 2012 
  • Nomination au prix Lettres Frontières 2012 et au prix Senghor 2013 pour Ciao Letizia

Jana Heinicke

Deutschsprachiges Mentorat für lyrische Prosa, Kurzprosa, Romanprojekte, Kinder- und Jugendbuchmanuskripte, Spoken Word- und Performancetexte.

"Ich stelle Fragen: Wer ist der Erzähler? Was ist der Stoff? Erzählperspektive, -haltung und Stoff müssen zusammenspielen, damit der Inhalt im Textkosmos logisch und glaubwürdig ist. Dies zu prüfen, bildet einen wichtigen Aspekt meines Mentorats. Weitere Fragen sind: Wie genau wird die Sprachwahl verfolgt? Wie authentisch sind Dialoge? Bleibt der Erzähler in seiner Rolle? Wann mischt sich der Autor ein? Gibt es Brüche in der Sprache und wenn ja, wie sind diese inhaltlich begründet?"

Publikationen

Veröffentlichungen von Kurzgeschichten, Miniaturen und Lyrik in Anthologien und Literaturzeitschriften, Aufzeichnungen von Performance-Auftritten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, Kolumnen, Rezensionen und Porträts in verschiedenen Zeitungen und im Rundfunk.

Auszeichnungen
  • Werkbeitrag der Stadt Biel und des Kantons Bern, 2014
  • Nominiert für den Goldenen Pick, 2013
www.janaheinicke.de

Julien Maret

Mentorat francophone pour les genres du roman, du récit, de la nouvelle, mais aussi de formes plus expérimentales.

"J'apporte une exigence pour l'usage de la langue, le choix des mots, avec un souci sur le rythme et la sonorité, sans pour autant négliger les idées et la manière de les traiter, de les développer. Un souci du style donc, inhérent à mon travail, qui cherche à éviter le formalisme ou l'exercice de style. Comment marier la forme et le contenu pour que l'un puisse s'appuyer sur l'autre ? J'apporte mes connaissances littéraires et mes intuitions, c'est-à-dire mon expérience, afin d'éviter les écueils, mais aussi afin de pousser un texte jusqu'à la limite, son aboutissement. Enfin, mon enthousiasme et ma sincérité critiques me permettent d'élaborer des critiques constructives."

Publikationen
  • Ameublement, roman, Editions José Corti, Paris, 2014
  • Traduction de Rengaine sous le titre de Tirade, Editions Diaphanes, Zürich, 2013
  • Rideau Tapis, in Valentin Carron, catalogue de la Biennale de Venise, JRP-Ringer, Zürich, 2013
  • Rengaine, roman, Editions José Corti, Paris, 2011
  • Etude de phrase V, Le Courrier, repris sur le site Cultruractiv, Genève, 2011
Auszeichnungen
  • Bourse littéraire Pro Helvetia, 2012
  • Prix de l'association ADELF, Paris, 2012
  • Bourses Anton Jaeger, Brasserie Lipp, Genève, 2011
  • Prix d'encouragement culturel du Canton du Valais, 2011
  • Mérite culturel de la Commune de Fully, 2011

Antoinette Rychner

Mentorat francophone pour la prose, et l'écriture destinée au théâtre, sous diverses formes.

"Ce que représente un mentorat pour moi, c'est avant tout témoigner auprès de l'auteur(e) de ce qu'a été mon expérience de lectrice face à son texte. Donner des exemples précis de choses qui ont fonctionné ou pas. Rester sur le texte et ne pas partir sur des jugements de valeurs généraux. Dans un deuxième temps, suggérer des stratégies de réécriture. Et mettre en permanence la discussion en lien avec des œuvres que je connais, qui me semblent apparentées (ou opposées) et donc donner des références ou conseils de lectures permettant de se positionner."

Publikationen
  • Le Prix, Buchet-Chastel, coll. Qui Vive, 2015
  • Lettres au chat, récit épistolaire, Editions d'autre part, 2014
  • Intimité Data Storage, Théâtre, Editions les Solitaires Intempestifs, 2013
  • De mémoire d'estomac, Théâtre, Editions Lansman, 2011
  • Petite collection d'instants-fossiles, récits courts, Editions de l'Hèbe, 2010
Auszeichnungen
  • Prix SACD de la dramaturgie de langue française 2013
  • Lauréate de l'inéditThéâtre 2011, avec la pièce De mémoire d'estomac
www.toinette.ch

Lorena Simmel

Deutschsprachiges Mentorat für Texte aller Gattungen. Bevorzugt Kurz-Prosa oder lyrische Prosa, aber auch Kurzgeschichten, Erzählungen, Gedichte oder Essays.

"Es geht mir im Mentorat darum, dem Anliegen/Ansatz/der Schreibweise der Mentees auf den Grund zu gelangen und das Persönliche, Eigene zu stärken. Vielleicht könnte das Die Erziehung des Eigensinns genannt werden. Es soll darum gehen, den Text als das, was er ist, 'am besten' zu machen. Dabei lege ich auf dramaturgische Fragestellungen Wert, auf thematische, aber auch auf formelle und natürlich sprachliche, insofern diese alle überhaupt voneinander zu trennen sind."

Publikationen
  • Über Land und Sankt Au, in: Neue Rundschau 2/2014, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014
  • Zehn Stücke, in: S T I L L Magazin für junge Literatur & Fotografie, Berlin, Oktober 2013
  • Binnen Land, in: entwürfe. Zeitschrift für Literatur, Nr. 66, Zürich, 2011
  • Erst nach dem Krieg, in: Kühner Kosmos, Landbeck Verlag Berlin, 2011
Auszeichnungen
  •  Aufenthaltsstipendium Rom des Bundeskanzleramts für Kunst und Kultur Österreich, 2014 
  • STARTStipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich, 2013
  • Projektbeiträge des Kantons und der Stadt Bern, 2013
  • Stipendiatin des 16. Klagenfurter Literaturkurses, 2012

Wiebke Zollmann

Deutschsprachiges Mentorat für Prosagedichte, lyrische Prosa, Kurzprosa, längere Prosa, literarische Reportagen, Grenzgänge zwischen Literatur und Journalismus.

"Ich lese äusserst genau und erfasse den Text durch Grafiken und Tabellen. Ich helfe beim Konzeptionieren, gebe Tipps für Recherchen. Ich selbst komme ursprünglich aus der Lyrik und Kürzestprosa, arbeite derzeit journalistisch. Da kommen folgende Schwerpunkte zusammen: Genauigkeit der Sprache, Klang und gestalterische Aufmerksamkeit, Realitätscheck. Jeder Text spielt in einer Welt. Sei es die unsere, sei es eine erfundene. Ich prüfe, ob der Text den Logiken dieser Welt entspricht."

Publikationen
  • schwartz wasser. In: La Liesette littéraire. Biel/Bienne 2013.
  • fahrtenbuch. In: La Liesette littéraire. Biel/Bienne 2013.
  • dass die katze im fenster hängt. In: Bieler Jahrbuch 2013. Biel/Bienne 2013.
  • dein heulendes quäkendes rot angelaufenes kind. In: La Liesette littéraire. Biel/Bienne 2014.
  • der mannbaum. In: poet nr. 17. Leipzig 2014.
www.wiebkezollmann.de

HINTERGRUND

wer ist verantwortlich für das online-literaturmentorat?

Das Online-Literaturmentorat ist eine an das Schweizerische Literaturinstitut inhaltlich angeschlossene Dienstleistung, die finanziell unabhängig ist und von AbsolventInnen des Bachelors in Literarischem Schreiben betrieben wird. Koordiniert wird das Programm von der Studiengangsassistenz, fachlich begleitet werden die MentorInnen während der Pilotphase von Theres Roth-Hunkeler, Autorin und Dozentin am Literaturinstitut. Die Pilotphase umfasst die beiden ersten Zyklen des Programms (2015/2016).

zählt das programm zum studium am literaturinstitut?

Die Teilnahme am Online-Literaturmentorat steht nicht im Zusammenhang mit dem Studium am Schweizerischen Literaturinstitut und wird nicht als Studienleistung angerechnet. Es ist möglich, im Rahmen des Online-Literaturmentorats an den Texten zu arbeiten, die für die Bewerbung um einen Studienplatz im Textdossier vorgelegt werden müssen. Aber: Sämtliche Bewerbungsdossiers werden von der Eignungskommission gleich behandelt, die Teilnahme am Online-Literaturmentorat per se verschafft den BewerberInnen keinen Vorteil. Die Mentorinnen und Mentoren des Online-Literaturmentorat sind keine Dozierenden des Literaturinstituts und sind auch nicht Mitglieder der Eignungskommission des Bachelors in Literarischem Schreiben.

gibt es andere aus- und weiterbildungen im literarischen schreiben in der schweiz?

Das Online-Literaturmentorat ist das erste und bisher einzige Programm dieser Art im deutschsprachigen Raum. Verschiedene Institutionen bieten weitere Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Schreiben auseinanderzusetzen: Auf Hochschulniveau gibt es den Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut, das zur Hochschule der Künste Bern (HKB) gehört. Der Master in Literarischem Schreiben an der HKB wird im Rahmen des Masters in Contemporary Arts Practice angeboten. Im Bereich der Weiterbildung finden an der HKB regelmässig Kurse zum Thema Schreiben und Schreiben lassen statt, die sich speziell an Deutsch- und Französisch-Lehrpersonen richten und neben dem literarischen Schreiben auch die Schreibdidaktik beleuchten.


Das Literaturhaus Basel bietet ein Lektorat Literatur an, das Literaturhaus Lenzburg veranstaltet zahlreiche Schreibateliers. Im Rahmen der Erwachsenenbildung Zürich findet sich ein breites Angebot an literarischen Werkstätten und Kursen. Auf kantonaler Ebene gibt es Literatur-Mentoring-Projekte in Basel und Bern. Viele Volkshochschulen und andere, private Dienstleister haben ebenfalls Schreibwerkstätten im Programm.




FRAGEN

Kann ich mich nächstes Jahr noch einmal bewerben, wenn ich dieses Jahr abgelehnt werde?

Ja. Die Zahl der Bewerbungsversuche ist nicht begrenzt.

Kann ich mehrfach teilnehmen?

Aber sicher!

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Nein.

Kann ich auch teilnehmen, wenn ich nicht in der Schweiz lebe?

Absolut (sofern Ihre Texte auf Deutsch oder Französisch geschrieben sind)! Wir freuen uns über TeilnehmerInnen aus dem Ausland! Bitte beachten Sie, dass Ihre Bank Gebühren für die Überweisung der Teilnahmegebühr in die Schweiz erhebt, die Sie übernehmen müssen.

Wie viel kostet die Teilnahme am Online-Literaturmentorat?

Die Teilnahmegebühr beträgt 600 Franken, für SchülerInnen und Studierende 350 Franken. Wer die Ermässigung in Anspruch nehmen will, muss der Anmeldung einen entsprechenden Nachweis beilegen.

Wann muss ich die Teilnahmegebühr zahlen?

Die Teilnahmegebühr wird fällig, sobald Sie zum Programm zugelassen sind. Sie erhalten zusammen mit der Bestätigung der Teilnahme eine Rechnung, die unsere Bankverbindung enthält.

Was ist, wenn ich noch keinen Text habe, um mich zu bewerben?

Das ist schlecht. Damit das Online-Literaturmentorat produktiv sein kann, muss von Anfang an Text vorhanden sein. Reine Ideenskizzen reichen nicht aus als Grundlage für ein schriftliches Feedback.

Was ist, wenn der Text, mit dem ich mich bewerben möchte, kürzer als 3 Seiten ist?

Das ist nicht ideal, da es sehr schwer ist, das Potenzial des Projekts auf einer so knappen Grundlage zu einzuschätzen. Sie können den Text trotzdem einsenden, aber Ihre Chancen, angenommen zu werden, sind kleiner als mit der geforderten Seitenanzahl.

Was ist, wenn mein Projekt 300 Seiten lang ist?

Das ist problematisch, da im Rahmen des Online-Literaturmentorats höchstens 40 Seiten eingereicht werden können. Wir empfehlen Ihnen, sich ein anderes Programm zur Begleitung Ihres Projekts zu suchen, das vom Textvolumen unbegrenzt ist und Ihrer Arbeit besser gerecht werden kann.

Was passiert, wenn ich mit dem Feedback nicht zufrieden bin?

Formulieren Sie Ihre Kritik in einer kurzen Rückmeldung an Ihren Mentor, Ihre Mentorin. Falls sich die Situation nicht verbessert, können Sie sich an die Projektkoordination wenden (mail@remove-this.literaturmentorat.ch).

Ich würde die Feedbacks lieber im Winter haben, geht das?

Leider nein. Der definierte Zyklus muss in jedem Fall eingehalten werden.

Kann ich den Mentor, die Mentorin wechseln, wenn ich nicht zufrieden bin?

Leider nein. Dies würde einen zu grossen organisatorischen Aufwand nach sich ziehen, der mit der Teilnahmegebühr nicht abgedeckt werden kann.

Kann ich auch nur ein Feedback bekommen und dafür weniger zahlen?

Das Online-Literaturmentorat kann nur im vorgegebenen Zyklus (vier Feedbacks) absolviert werden. Es ist nicht als einmaliges Gutachten konzipiert, sondern als kontinuierliche Begleitung einer Arbeit in Entstehung.

Was passiert, wenn ich während des Programms eine Schreibblockade habe und nicht weiterkomme?

Ihr Mentor, Ihre Mentorin wird Ihnen, wenn Sie zu einem vereinbarten Termin keinen Text schicken, sondern die Nachricht, dass Sie nicht weitergekommen sind, individuelle Schreibaufträge geben. Diese sollen vom bisherigen Projekt wegführen und der Auflockerung dienen. Wenn Sie sich darauf einlassen, können Sie dann zum nächsten vereinbarten Termin die Texte abgeben, die bei der Erledigung der Schreibaufträge entstanden sind. Wenn auch die Schreibaufträge nichts helfen, dann passiert: nichts. Die Feedbacks verfallen ungenutzt.

Bekomme ich mein Geld ganz oder in Teilen zurück, wenn ich zwischendurch aussteige?

 Nein. Die Teilnahme ist in jedem Fall zu bezahlen und wird nicht zurückerstattet.

Habe ich bessere Chancen, für das Studium am Literaturinstitut angenommen zu werden, wenn ich das Online-Mentorat mache?

Nein. Sie können an den Texten, die Sie im Bewerbungsdossier einreichen wollen, im Rahmen des Online-Literaturmentorats arbeiten. Ob die Texte den Anforderungen für das Bachelorstudium genügen, entscheidet die Eignungskommission aber in jedem Fall unabhängig von Ihrer Teilnahme am Online-Literaturmentorat.

Erhalte ich am Schluss ein Zeugnis?

Nein. Nach erfolgreicher Teilnahme am Online-Literaturmentorat erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Es gibt weder ein Gutachten noch eine Beurteilung Ihrer Leistung, da dies dem individuellen Charakter des Programms widerspräche, der den Schreibprozess ins Zentrum stellt.

Stellen die MentorInnen Empfehlungsschreiben für Verlage oder Literaturzeitschriften aus?

Nein, ihre Aufgabe ist es, mit Ihnen an Ihrem Text zu arbeiten. Alle weiteren Schritte liegen nicht mehr in der Verantwortung der MentorInnen.

KONTAKT

Das Literaturmentorat wird von Absolventinnen und Absolventen des Schweizerischen Literaturinstituts betrieben. Koordiniert wird das Programm von der Studiengangsassistentin und Absolventin des Bachelors in Literarischem Schreiben Regina Dürig.


mail@remove-this.literaturmentorat.ch
www.literaturmentorat.ch


Berner Fachhochschule
Hochschule der Künste Bern
Schweizerisches Literaturinstitut
Rockhall IV/Seevorstadt 99
CH-2502 Biel


lit@remove-this.hkb.bfh.ch
www.literaturinstitut.ch
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